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Ihr Kind ist unsere Herzensangelegenheit

31.05.2015 von Katja Chudoba

                               „In Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen"  

                                                                          - Rudolf Steiner -

Die Waldorfpädagogik im Kindergarten setzt sich aus drei Säulen zusammen, die sich aus der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners ergeben. Es sind dies

I       Rhythmus und Rituale

II      Vorbild und Nachahmung

III     Pflege der Sinne 

Was diese drei für unsere tägliche Arbeit bedeuten, stellt sich folgendermaßen dar:

Rhythmus und Rituale:

„Was im Rhythmus geschieht, ermüdet nie !"

Die gesamte Zeit im Waldorfkindergarten ist vom Rhythmus geprägt. So wie wir Menschen einen Tag- und Nachtrhythmus haben, einen Herz- und Atemrhythmus,  einen rhythmischen Wechsel zwischen Tätigsein und Ruhen, so sind im Waldorfkindergarten, Tage, Wochen und das Jahr in klare Rhythmen unterteilt, die den Kindern Sicherheit und Vertrauen geben. Zum Beispiel gibt es den Bäckertag, den Wasserfarbentag oder den Wandertag... , eingebettet in die Jahreszeiten, wiedererkennbar für das Kind. Dieser Rhythmus wird getragen und gestaltet durch eine Vielzahl von Liedern  und Sprüchen, welche die Kinder bald wie im Schlaf können und ebenso auf sie reagieren. Dies erleichtert vieles und erübrigt manch mahnendes Wort.

Vorbild und Nachahmung:

Die Erzieherin ist stets bemüht, an sich selbst zu arbeiten, sich selbst zu erziehen. Sie achtet darauf,  ihr Tempo beim Gehen, Sprechen, Arbeiten dem des Kindes anzupassen. Bei allem, was sie tut, versucht sie, Freundlichkeit und Ruhe auszustrahlen, was nicht im Widerspruch stehen darf zu zügigem und übersichtlichem Arbeiten. Es wird möglichst alles vermieden, was nicht vom Kind nachgeahmt werden soll oder kann, denn alles, was der Erwachsene tut, möchte das Kind auch tun. Da untätiges Herumsitzen der Erzieherin demotivierend auf die Kinder wirkt, sucht sich die Erzieherin immer eine Beschäftigung, wie Näh- und Häkelarbeiten oder verrichtet Arbeiten, die sich aus dem Tageslauf ergeben, Backen am Bäckertag, Wäsche falten, Frühstück zubereiten, Getreide mahlen am Müllertag ....

Des Weiteren legen wir in diesem Zusammenhang Wert auf schöne Umgangsformen, wie das Sichbegrüßen mit Hand geben und beim Namen nennen, Tischsitten, freundliches miteinander Sprechen....

Pflege der Sinne:

Im ersten Jahrsiebt ist es wichtig, dass die Kinder noch nicht intellektualisiert werden. Sie brauchen die dafür nötigen Lebens- Kräfte noch für ihr Wachstum und das Ausreifen der Organe. Das ist anthroposophische Menschenkunde.

Daher wird vermieden, die Kinder über den Intellekt anzusprechen,  d. h. es wird wenig gesprochen und dies in einer bildhaften verständlichen Sprache. Der Schwerpunkt liegt beim Handeln, beim Tun, bei den Sinnen.

So ist es in dieser frühen Kindheit auch wichtig, dass das Kind eine gesunde leibliche Entwicklung machen kann, seinen Körper beherrschen lernt und grob- und  feinmotorische Fertigkeiten ausbildet. Es bekommt dafür eine anregende Umgebung für alle Sinne, die ein phantasievolles und ungestörtes Spielen mit allem, was im Gruppenraum zu finden ist, ermöglicht.

Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen und klare Regeln.

Die gesunde, schmackhafte und gemeinsam mit den Kindern zubereitete Nahrung ist ebenso wichtig für die sinnliche Wahrnehmung  und Entwicklung der Kinder. 

Das regelmäßige Naturerleben zu jeder Jahreszeit, bei jeder Witterung und an jedem Tag bietet den Kindern zusätzlich Raum, Erfahrungen zu sammeln, Entdeckungen zu machen und ihre Umwelt zu begreifen.

Waldorfkindergärten sind überkonfessionell und dennoch tief geprägt von christlichen Inhalten:Die Feste des Jahres werden in schöner Weise gefeiert, es wird vor jeder Mahlzeit gebetet, am Ende des Vormittags wird  das Lied vom Schutzengel gesungen. Dankbarkeit und Achtsamkeit allem und  jedem   gegenüber ist  grundsätzliche Haltung der Erzieherin und wird  im Sinne der „Erziehung durch Vorbild" vom Kind  im täglichen Umgang erlebt. 


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